Fleischfressende Pflanzen
Fleischfressende Pflanzen werden auch Karnivoren oder Insektivoren genannt. Sie gewinnen ihre Nährstoffe durch das Fangen von Insekten.
Die Methode des Beutefangs unterscheidet sich je Art. Unter den Fleischfressenden Pflanzen gibt es insgesamt fünf verschiedene Fallenarten:
Klappfallen
Dies ist, v.a. durch die Venusfliegenfalle, die bekannteste Fallenart. Klappfallen bestehen i.d.R. aus zwei Blätthälften die mit kleinen Fühlern ausgestattet sind. Durch Reizen dieser Fühler verschließen sich die beiden Blatthälften.
Saugfallen
Saugfallen bilden Fangorgane in denen Unterdruck herrscht. Wird die Falle durch ein Insekt gereizt, öffnet sich ihre Klappe. Dabei wird das Insekt durch den Unterdruck eingesaugt.
Grubenfallen
Diese fleichfressenden Pflanzen bilden krug- oder schlauchförmige Blätter aus, die mit duftendem Nektar Insekten anlocken. Im Inneren der Blätter wird das Insekt durch nach unten gerichtete Haare gezwungen, sich in den Verdauungstrakt zu bewegen.
Klebefallen
Auf den Tentakeln oder Blattoberflächen befinden sich kleine Tropfen eines duftenden und schimmernden Sekrets. Angelockte Insekten bleiben an diesem Sekret kleben und werden dann durch die Ausschüttung von Enzymen zersetzt.
Reusenfallen
Diese Fallen bestehen aus kegelfömigen Blättern, die ihre Beute in das Pflanzeninnere führen. Ähnlich wie die Grubenfallen, versperren die feinen Haare im Blattinneren den Weg aus der Falle.
Die über 1.000 bekannten karnivore Arten sind in 14 Gattungen eingeteilt. Wir werden Ihnen hier die wichtigsten Pflanzen vorstellen.
