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Kein Garten ist zu klein, um dort Wasser integrieren zu können. Formale Wasserbecken, Brunnen oder Quellsteine benötigen nur wenig Platz, naturnahe Teiche etwas mehr. Jeder Teich ist dabei ein komplettes Ökosystem: Sorgfältig abgedichtet, entsteht eine eigene, komplexe, kleine Welt aus Wasser, Pflanzen und verschiedensten Kleinstlebewesen. Eine schöne Bepflanzung lässt einen Teich nicht nur natürlich erscheinen und bindet ihn harmonisch in den Garten ein, sondern die Pflanzen reinigen darüber hinaus auch das Gewässer ganz ohne Chemie.

Orchideen sind Juwelen der Natur. Sie vermitteln das Gefühl von absoluter Schönheit. Bereits seit vielen Jahrtausenden hat der Mensch eine intensive Beziehung zu diesen botanischen Schätzen, weltweit zieht sie sich durch fast alle Kulturen. Die Azteken verehrten Orchideen als heilige Gewächse und fertigten steinerne Reliefs mit Orchideenmotiven für ihre Tempel an. Griechische Dichter und Denker widmeten ihr lange und ausführliche Schriften. Die Ureinwohner Nordamerikas kannten – schon lange bevor Europäer ins Land kamen – Vanille, die Schoten einer bestimmten Orchideenart. In buddhistisch geprägten Ländern sind Feierlichkeiten auch heute stets von Orchideenblüten begleitet.

Die Zeitung war abbestellt, die Post wurde gelagert und um die Balkonpflanzen haben sich die Nachbarn gekümmert. Trotzdem ist die Rückkehr aus dem Urlaub spannend: Haben die grünen Lieblinge die Abwesenheit ihres Besitzers gut überstanden? Doch selbst wenn alle Pflanzen gut mit Wasser versorgt worden sind, hat sich der Topfgarten auf dem Balkon verändert, denn für manche Sommerblüher ist die Blütezeit vorbei. Also Lücken auffüllen oder Verblühtes ersetzen, damit der Balkon wieder rundum gut aussieht. So kann er auch dazu beitragen, möglichst viel von dem schönen Urlaubsgefühl in den Alltag zu retten. Das gilt in ähnlicher Weise für den Garten, wo verblühte Beetpflanzen schnell durch frische Spätsommerblüher ersetzt werden können.

Manche Pflanzen begleiten den Menschen sogar seit mehr als 2.000 Jahren und werden bereits im Alten Testament erwähnt. Viele der in der Bibel genannten Gehölze und Blumen sind im Nahen Osten heimisch, sofern sie nicht als Gewürz- oder Heil pflanzen über alte Handelswege in das Gebiet ums östliche Mittelmeer gelangten. Besonders wichtig waren dort damals Olivenbäume, Feigen, Dattelpalmen, Granatäpfel, Weinreben und verschiedene Getreidearten. Einige dieser Pflanzen gedeihen unter bestimmten Voraussetzungen auch in Mitteleuropa.

Pachira, dieser immergrüne Laubbaum erreicht im Freien Wuchshöhen von 4 bis 20 Meter. Der leicht verdickte Stammfuß dient zugleich als Wasserspeicher und die Rinde zeigt eine braun bis graue Färbung. Die ursprüngliche Heimat der Pachira aquatica ist Mittel- und Südamerika. Dort bilden die älteren Pflanzen 15 bis 30 Zentimeter große Früchte aus, deren kleine Samen gerne als Nüsse, roh oder geröstet, gegessen werden.